Chronik

Die hier zu sehende Chronik basiert im Wesentlichen auf der Rede, die der ehemalige 2. Vereinsvorsitzende Jürgen Kampe anlässlich des 25-jährigen Vereinsjubiläums auf dem Winterfest des Vereins am 25. November 2000 hielt.

Gegründet wurde der Verein am 24. September 1975. Dadurch wurde eine Sportart etabliert, die bis dahin in Hagen fremd gewesen war. Es gab zu der Zeit zwei am Tennissport interessierte Gruppen von Personen, die zunächst gar nichts voneinander wussten. Das war zum einen die Gruppe um Herbert Kasselmann, Franz Wöhrmann und Heiner Schwarberg und zum anderen die Gruppe um Günther Sparhuber, Bernd Oevermann, Horst Tackenberg, Heino Haunhorst und Dieter Brune. Durch die geschäftlichen Beziehungen zwischen Horst Tackenberg und Herbert Kasselmann wurde daraus schnell eine gemeinsame Sache. Als möglichen Ort für einen Tennisplatz hatte man Frankmanns Sandkuhle ausgeguckt.

Mit diesem Ansinnen war man bei der Gemeinde vorstellig geworden, die natürlich ganz andere Vorstellungen hatte, nämlich die Plätze im Beckeroder Esch anzulegen. Unter sehr engagierter Hilfe von Herrn Frankenberg und insbesondere der persönlichen Verbindung Herbert Kasselmanns zum Hof Witte-Krützmann wurde unter den Beteiligten ein bis heute gültiger Pachtvertrag – über unser heutiges Clubgelände – geschlossen.

Da auch die Banken und Sparkassen kein Finanzierungsproblem sahen (außer in Aussicht gestellte Eigenleistungen der Clubmitglieder war nichts da), waren das also die Rahmenbedingungen, mit denen 45 durch Unterschrift bestätigte Gründungsmitglieder einverstanden waren. Die „Hagener Nachrichten Aktuell“ berichteten dann in ihrer Ausgabe 6/75, dass anlässlich der Gründungsversammlung folgender Vorstand gewählt worden war:

1. Vorsitzender: Günther Sparhuber
2. Vorsitzender: Heino Haunhorst
Schriftführer: Dieter Brune
Kassenwartin: Elke Stöhr
Jugendwart: Josef Menkhaus.

Allen Mitbegründern und Beteiligten muss man im Nachhinein hohes Engagement und große Aktivitäten bescheinigen, dazu einige Daten:

Die erste Mitgliederversammlung fand im November 1975 statt, und kurz darauf, im Februar 1976 auch gleich das erste Tennisfest. Im März gab es dann das erste Turnier, das noch in der Hagener Sporthalle stattfinden musste. Anfang Mai war der erste Arbeitseinsatz, sodass im Juni die ersten zwei Hartplätze (sogenannte Allwetterplätze) fertiggestellt wurden. Diese wurden schließlich am 14. August 1976 offiziell eingeweiht, also weniger als ein Jahr nach der Vereinsgründung. Am gleichen Abend kam es dann auch gleich zum zweiten Tennisfest auf dem Saal der Gaststätte Stock.

Damals wechselten diese Veranstaltungsorte allerdings noch häufig, was den Zweck hatte, den Bekanntheitsgrad des noch jungen Vereins zu heben, Mitglieder anzuwerben, schlichtweg – den Hagenern den „Weißen Sport“ einfach etwas „bürgernäher“ zu bringen. Etwas später fand dann das erste Turnier auf eigenem Platz statt, gewonnen von Doris Herkenhoff bei den Damen und Günther Sparhuber bei den Herren.

Das größte Manko zu dieser Zeit war das Fehlen eines geeigneten Umkleideraums. Ersatzweise wurden zunächst Wohn- und Schlafzimmer von „Kreulen Gerd“ (nach dessen Ableben natürlich) für diesen Zweck hergerichtet. Als weitere Übergangslösung wurde im Jahr darauf ein kleines Holzhäuschen aufgestellt, welches fortan als Umkleide- und Aufenthaltsraum diente. Im September 1977 wurde Ammo Tuinmann zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Dann, im darauffolgenden Jahr, fanden die erste richtige Clubmeisterschaft, der erste Tennisvergleich mit der Niedermark und die ersten Spiele in der Tennishalle von Hans-Gerd Hippe, sowie, im Sommer 1979, die ersten Punktspiele für je eine Damen-, Herren- und Jugendmannschaft statt. Die Baugenehmigung für ein Clubhaus im Herbst ’79 und dessen Einweihung 1980 waren sicherlich weitere Meilensteine in der Vereinsgeschichte. 1981 wurde schließlich Heinz Elixmann zum neuen Vorsitzenden gewählt.

Was sich dann in den folgenden Jahren an Bauaktivitäten abspielte, hatte mit dem Vorausgegangenen nichts mehr gemein: Bau des dritten Platzes, Umrüstung von Platz eins und zwei auf Ascheboden, Neubau Platz 4, Ausbau von Dusch- und Umkleidekabinen, Pilzüberdachung des Freisitzes und kein Ende in Sicht.

Ohnehin waren die achtziger und frühen neunziger Jahre durch einen Tennisboom geprägt, der durch dieSportgrößen Steffi Graf und Boris Becker ausgelöst worden war. Auch uns kam dieser Effekt sowohl bei der Mitgliederanzahl als auch bei den sportlichen Aktivitäten zu Gute.

Den wohl größten sportlichen Erfolg erzielten dabei unsere Junioren A mit dem Gewinn des Weser-Ems-Finales 1986. Zur damals erfolgreichen Mannschaft gehörten Michael Hehemann, Hans-Jörg Hippe, Frank Gausmann, Alexander Warnecke und Carsten Heymann. Einen nicht unwesentlichen Anteil an diesem Erfolg hatte übrigens Stefan Glasmeyer. Nicht minder erfolgreich verlief die Saison 1990, wo es bei sage und schreibe 11 beteiligten Mannschaften keinen Absteiger, aber drei Staffelsieger und somit Aufsteiger gab, nämlich die Damen- und Herrenmannschaft sowie die Jungsenioren.

Die vom Tennisboom bestimmten Anfangsjahre sind zwar inzwischen der Normalität gewichen, nicht so aber die sportlichen Erfolge, denn schließlich war auch 1999 sportlich nochmals ein sehr erfolgreiches Jahr: Bei fünf beteiligten Mannschaften gab es vier Aufsteiger. Im Jahr 2002 wurde Ralf Elixmann zum neuen 1. Vorsitzenden gewählt.

Er folgt seinem Vater, der nach über 20-jähriger erfolgreicher Vorstandsarbeit zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde. Zwischen 10 und 20 Jahre mit großem Einsatz im Vorstand tätig waren auch Jürgen Kampe, Bernhard Plogmann, Waltraud Herkenhoff, Norbert Plogmann, Heinz Sander und Frank Gausmann.

Neuwahlen 2002: Hans Georg Lüchtefeld (Sportwart), Irmtraud Bensmann (Jugendwartin)
Neuwahlen 2003: Hans Gerd Niemeyer (2. Vorsitzender), Heinz Schütte (Kassierer), Stefanie Emanuel (Schriftführerin)
Neuwahlen 2004: Hildegard Heßmert (Jugendwartin)
Neuwahlen 2006: Thomas Hähnel (Sportwart)

Unser Tennis Club feierte voller Stolz 2015 sein 40-jähriges Bestehen. Derzeit zählen wir über 300 Mitglieder und blicken auf einen guten Nachwuchs. Unsere Saison geht von Anfang April bis in den frühen Oktober, je nach Wetterlage.